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Red Hat Zertifizierungsoffensive: Wie wir unser Team 2024 zertifiziert haben

2024 hat lennlay alle Engineers durch RHCSA, RHCE und Specialist in Containers gebracht. Was dahintersteckt und warum es für Enterprise-Kunden zählt.

2024 war für lennlay das Jahr der Zertifizierungen. Innerhalb von zwölf Monaten haben wir alle aktiven Engineers durch drei Red Hat Zertifizierungen gebracht: RHCSA, RHCE, Red Hat Specialist in Containers. Kein Kompromiss, kein “wir machen das später”, keine halben Sachen.

Dieser Beitrag erklärt, warum wir das gemacht haben, wie der Ablauf aussah und was wir dabei gelernt haben.

Warum wir überhaupt zertifizieren

Marcel König, Gründer und Geschäftsführer von lennlay, ist selbst Red Hat zertifiziert. Das war von Anfang an kein Zufallsprodukt, sondern Programm: Wer bei lennlay arbeitet, soll das technische Fundament nachweisbar haben.

Der Grund ist pragmatisch. Unsere Kunden kommen aus regulierten Umgebungen: Versicherungen, Banken, KRITIS-Betreiber. In diesen Umgebungen reicht es nicht, ein gutes Gespräch zu führen. Kunden brauchen die Gewissheit, dass die Personen, die ihre Systeme anfassen, eine geprüfte Qualifikation mitbringen.

Red Hat Zertifizierungen erfüllen diese Anforderung auf eine Art, die andere Qualifikationswege nicht können: Die Prüfungen sind ausnahmslos praktisch. Kein Multiple Choice. Kein Folienwissen. Wer RHCSA oder RHCE besteht, hat unter Prüfungsbedingungen reale Aufgaben gelöst, ohne Zugriff auf externe Ressourcen.

Für einen Anbieter, der seine Arbeit auf Red Hat Ansible, RHEL und JBoss aufbaut, ist das keine Kür. Es ist die Grundlage.

Der Zertifizierungsplan: Drei Stufen

Wir haben drei Zertifizierungen als Pflichtprogramm definiert:

RHCSA (Red Hat Certified System Administrator): Grundlage. Systemverwaltung, Dateisysteme, Benutzer und Gruppen, Netzwerkgrundlagen, SELinux, Scripting. Wer hier nicht sicher ist, kann in unseren Projekten nicht eigenständig arbeiten.

RHCE (Red Hat Certified Engineer): Aufbauend auf RHCSA. Fokus auf Ansible-Automatisierung: Playbooks, Rollen, Inventory-Management, Templates, Vault. Das ist der Kern dessen, womit wir täglich arbeiten.

Red Hat Specialist in Containers: Container-Technologie auf Basis von Podman und OpenShift-Grundlagen. Zunehmend relevant, weil Containerisierung in regulierten Umgebungen massiv zunimmt.

Wie die Zertifizierungen 2024 abgelaufen sind

Benjamin Strebel hat seine Zertifizierungen im Frühjahr 2024 abgelegt. RHCSA und RHCE zwischen Mai und Juni 2024. Der Zeitraum war bewusst kompakt gewählt: Prüfungsstoff frisch halten, keine langen Pausen zwischen den Stufen, Schwung nutzen.

Benjamin hatte zum Zeitpunkt der Prüfungen bereits fast ein Jahr Praxiserfahrung bei lennlay hinter sich, darunter die Arbeit an Webserver-Härtungsprojekten bei VW Financial Services. Das hilft: Wer den Stoff in realen Projekten anwendet, lernt schneller und ungleich besser als jemand, der ausschließlich auf dem Papier übt.

Matthias Siegl ist den anderen Weg gegangen: verteilt über das Jahr. Seine Zertifizierungen laufen von Februar bis November 2024. Dieser Ansatz hat einen anderen Vorteil: Mehr Zeit für vertiefte Vorbereitung zwischen den Stufen, mehr Gelegenheit, Stoff in laufenden Projekten zu verankern.

Matthias ist seit Dezember 2023 im Team. Seine erste Zertifizierung hat er also wenige Wochen nach dem Start begonnen. Das war keine Überrumpelung, sondern im Gespräch vorab vereinbart: Wer zu lennlay kommt, kennt den Zertifizierungspfad.

Was diese Prüfungen wirklich kosten

Eine Red Hat Prüfung kostet im Einzelkauf mehrere Hundert Euro. Hinzu kommt Vorbereitungsmaterial, die Zeit der Person und gegebenenfalls Trainingssubskriptionen. Für ein kleines Unternehmen wie lennlay ist das eine spürbare Investition.

Wir sehen das anders: Es ist eine der wenigen Ausgaben mit einem direkt messbaren Gegenwert. Drei zertifizierte Engineers bedeuten:

  • Nachweisbarkeit gegenüber Enterprise-Kunden (kein Vertrauen ohne Nachweis)
  • Einheitliches Qualitätsniveau im Team (jeder hat dieselbe Prüfung bestanden)
  • Klarheit darüber, wer was tatsächlich kann
  • Reduktion von Fehlern in produktiven Umgebungen durch besseres Grundlagenwissen

In regulierten Umgebungen, wo ein Konfigurationsfehler Compliance-Konsequenzen haben kann, ist das kein Luxus.

Was wir dabei gelernt haben

Drei Beobachtungen aus dem Jahr:

Praxis vor Theorie. Wer in realen Projekten arbeitet, hat einen Startvorteil gegenüber jemandem, der ausschließlich für die Prüfung lernt. Die Red Hat Prüfungen prüfen genau das, was man in produktiven RHEL-Umgebungen tatsächlich braucht. Praxisnähe ist kein Zufall, sondern Prüfungsdesign.

Zertifizierungen erzeugen Qualitätsbewusstsein. Wer eine praktische Prüfung abgelegt hat, weiß genau, was er nicht weiß. Das klingt trivial, ist es aber nicht. Prüfungserfahrung zwingt dazu, Wissenslücken explizit zu benennen, statt sie zu umgehen. Das wirkt sich auf die tägliche Arbeit aus.

Der Zertifizierungspfad senkt die Einarbeitungshürde. Wer neu zu lennlay kommt und weiß, was RHCSA und RHCE abdecken, weiß auch, was das Team beherrscht. Einheitliche Qualifikationen schaffen eine gemeinsame technische Sprache.

Was als nächstes kommt

Wir sind nicht fertig. Red Hat erweitert laufend sein Zertifizierungsportfolio. Relevante nächste Schritte für unser Team: Red Hat Specialist in Advanced Automation, Zertifizierungen im Bereich OpenShift, möglicherweise Red Hat Certified Architect (RHCA) als langfristiges Ziel.

Auch für neue Teammitglieder gilt: Der Zertifizierungspfad ist Teil der Einarbeitung, nicht ein optionales Extra.

Für Kunden: Was das bedeutet

Wenn Sie mit lennlay arbeiten, arbeiten Sie mit einem Team, das Red Hat-zertifiziert ist. Das ist keine Marketingaussage, sondern überprüfbar: Red Hat Zertifizierungen sind öffentlich verifizierbar über den Red Hat Verify-Service.

In Projekten, wo es um Ansible-Automatisierung, JBoss EAP, Linux-Systemhärtung oder Container-Sicherheit geht, ist das der Unterschied zwischen einem Anbieter, der behauptet, etwas zu können, und einem, der es nachgewiesen hat.


Mehr über unsere Arbeitsweise und die Projekte, an denen wir arbeiten, erfahren Sie in der SPAS-Plattformübersicht. Wenn Sie Teil des Teams werden möchten: karriere.lennlay.com